Zusammenfassung - Studie
Zusammenfassung der Studie zur
Compliance von Hüftprotektoren der Firma
suprima GmbH
Diplom-Pflegewirt (FH) Friedrich Eydam, Christoph Dombrowe
Einleitung:
Stürze sind eine der häufigsten Ursachen für die Einschränkung der körperlichen Fähigkeiten und derMobilität im Alter.
Auch wenn Sturzereignisse nicht immer verhindert werden können, so können dieFolgen von Stürzen durch gezielte Sturzprävention reduziert werden. Eine zentrale Maßnahme zumSchutz vor sturzbedingten Verletzungen stellt das Tragen von Hüftprotektoren dar.
Trotz der in verschiedenen Studien bestätigten positiven Effekte von Hüftprotektoren ist die Akzeptanz
und die sachgemäße Benutzung (Compliance) oft zu niedrig. Die neu entwickelten viscoeleastischen
Hüftprotektoren der Firma suprima GmbH sollen dieses Problem vermindern bzw. ganz beseitigen. Das
dies in der Pflegepraxis tatsächlich der Fall ist, wird anhand der vorliegenden Studie gezeigt. Dazu wurde
die Bereitschaft alter Menschen untersucht, einen viscoelastischen Hüftprotektor der Firma suprima
GmbH am Tag und in der Nacht zu tragen.
Ziel der Studie:
Eine hohe Benutzerfreundlichkeit und ein ausreichend hoher Tragekomfort viscoelastischer
Hüftprotektoren war nachzuweisen.
Fragestellungen:
Wie beurteilen Pflegebedürftige und Pflegende den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit der
untersuchten Protektorensysteme?
Gelingt es, demente Menschen zu motivieren, die viscoelastischen Hüftprotektoren ganztags und
in der Nacht zu tragen?
Welche Ursachen bzw. Gründe gibt es, dass Bewohner das Tragen der Hüftprotektoren
ablehnen?
Daten und Fakten:
Die Studie wurde als quantitative Längsschnittstudie konzipiert.
Die Beobachtung und Dokumentation erfolgte kontinuierlich während der Anwendung der
Hüftprotektoren im Pflegealltag.
Es wurden Trageprotokolle und Patientenanamnesen erstellt
Die Studie umfasst einen Zeitraum von zirka 7 Monaten. 56 Probanden aus 6 unterschiedlichen
Altenpflegeheimen wurden in die Auswertung einbezogen. Das Alter der Probanden lag zwischen 55 und
101 Jahren.
Auswertung (in 3 Kategorien):
volle Akzeptanz: Hüftprotektoren werden ohne Einschränkungen akzeptiert
Tragedauer durchgängig am Tag oder am Tag und in der Nacht.
teilweise Akzeptanz: Regelmäßiges Tragen der Protektoren im Beobachtungszeitraum, jedoch mit
Unterbrechungszeiten aus verschiedenen Gründen
keine Akzeptanz: Bewusste Ablehnung oder heftige Abwehrreaktionen. Bewohner konnte nicht zum
Tragen der Slips motiviert werden.
Ergebnisse:
Unter Berücksichtigung bisheriger Erfahrungen zeigen sich beachtliche Ergebnisse.
Die Quote der Akzeptanz ergibt sich aus der Summe „voller Akzeptanz“ plus „teilweiser Akzeptanz“
Die Akzeptanzquote bezüglich der untersuchten Protektorensysteme beträgt 76,8%, d.h.
mehr als 3/4 der Probanden konnten zum regelmäßigen Tragen des Hüftprotektors
ohne Einschränkungen und ohne Unterbrechungszeiten bewegt werden
In der Gruppe der an Demenz erkrankten Bewohner ergibt sich eine Akzeptanzquote von 84,7%.
Somit konnte belegt werden, dass es gelingt, auch demente Heimbewohner zum Tragen der
viscoelastischen Hüftprotektoren der Firma suprima zu motivieren und dass dieses
Protektorsystem daher besonders für dementiell erkrankte Menschen zu empfehlen ist
Beleg für Komfort und Benutzerfreundlichkeit ist die hohe Trageakzeptanz in der Nacht bei mehr
als der Hälfte aller Bewohner (65,1%). Erstmals konnte mit den Hüftschutzsystemen mit
viscoelastischen Protektoren der Firma suprima GmbH, Bewohnern ein Hüftschutz angeboten
werden, welcher endlich auch im Liegen einen hohen Tragekomfort garantiert
Einsatz 24 Stunden in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Einrichtungen ohne
Einschränkungen möglich
Ein Vergleich mit Erfahrungen, die mit dem Einsatz von herkömmlichen Hüftprotektoren vor Beginn der
Studie gemacht wurden, zeigt die deutliche Überlegenheit der viscoelastischen Hüftprotektoren
gegenüber anderen Produkten.
© Friedrich Eydam

